Woher stammt der Name perpetis?
perpetis ist abgeleitet aus der Bezeichung "Peripetie" (griech. peripeteia, plötzliches Umschlagen); Peritetie ist ein zentrales Element der aristotelischen Dramentheorie und bezeichnet den unerwarteten, plötzlichen Umschwung in der Handlungsstruktur, durch den entweder eine Wendung zum Guten (Komödie) oder Schlimmen (Tragödie) eingeleitet wird.
Aristoteles Biographie
Aristoteles wird 384 oder 383 in Stagira in der thrakischen Provinz als Sohn gutbürgerlicher Eltern geboren. Sein Vater ist Leibarzt des Königs von Makedonien, Amyntas II. Er möchte das allzu provinzielle Thrakien verlassen und geht im Alter von siebzehn Jahren nach Athen, wo er auf den Rat eines Orakels hin sich der Philosophie widmet. Er lebt durch die Unterstützung seines Vaters materiell gutgestellt als Schüler Platons, an dessen Akademie er zwanzig Jahre lang bleibt und sich durch Fleiß und Intelligenz das Wohlwollen Platons sichert, und dennoch wird nicht er, sondern Platons Neffe Speusippos Leiter der Akademie nach Platons Tod. Aristoteles wandert aus und wirkt an einem kleinasiatischen Fürstenhof, bis ihn 342 Philipp von Makedonien zur Erziehung seines dreizehnjährigen Sohnes Alexander, dem späteren Alexander der Große, an seinen Hof beruft. Nach acht Jahren kehrt er zurück nach Athen und gründet seine eigene Schule, das Lykeion, wo er gemeinsam mit jungen Männern Philosophie betreibt und damit erstmals eine »organisierte Forschergemeinschaft« (Weischedel) bildet, die wegen der Angewohnheit, im Umhergehen zu philosophieren, »Peripatetiker« genannt werden. 323 stirbt Alexander der Große, was Athen zum Anlaß dient, sich von der makedonischen Fremdherrschaft zu emanzipieren. Scheinbare und tatsächlich Makedoniensympathisanten werden verfolgt, so auch Aristoteles – immerhin Erzieher des verhaßten Usurpators –, der damit Gefahr läuft, des Hochverrates bezichtigt zu werden. Als man im keinen Hochverrat nachweisen kann, bedient man sich des bequemen Vorwurfs der Gotteslästerei; Aristoteles geht ins Exil nach Chalkis auf Euböa, wo er 322 im Alter von 63 Jahren stirbt.